Posts

Posts mit dem Label "Bücher in deutscher Sprache" werden angezeigt.

FOTOLOT: Dieser Rausch der Formen

Bild
Wer durch die Neue Nationalgalerie schreitet, und sich mit Maurizio Cattelans peinlich vordergründigen , in Ihren Effekten wohlkalkulierten Skulpturen und Rauminstallationen konfrontiert sieht - der Papst liegt am Boden, Hitler ist auf den Knien, das Pferd hängt von der Decke und kann somit nicht durchs nachgebildete Brandenburger Tor traben -, kann nur den Kopf schütteln. Sicher, Cattelans Arbeiten haben einen gewissen Humor, der in Wahrheit jedoch nicht über Pennälerwitze hinaus geht. Aber es gibt ein Gegengift, in Berlin selbst: Leute, erinnert euch an Brassai , den Fotografen der Pariser Nacht - und noch viel mehr, ausgestellt in der Galerie Berinson. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERBRIEF: Mit Gogol und Charms

Bild
Ein Dorf kann ganz gewöhnlich deutsch sein und doch überwältigend: aber nur wenn es von der Buchpreis-Gewinnerin Shida Bazyar wie in ihrem Roman "Die Lücken" porträtiert wird. Die Kritiker bewundern ihr Spiel mit den Identitäten. Dora Kapralovas kleines Juwel "Die Mariborhypnose" und Jachym Topols barocker Unbildungsroman "Die Hölle gibt es nicht" vertreten würdig den tschechischen Buchmesseschwerpunkt. Manuela Müller schickt eine aufwühlende Reportage aus Sachsen, wo die Jugend wieder Hakenkreuze malt. Und eine Biografie wirft ungemütliches Licht auf den Spiegel -Gründer- Rudolf Augstein . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Bleib ein anständiger Mensch

Bild
Überwältigt reist die FR mit Christian Grataloups neustem "historischem Atlas" durchs Weltall. Bewegt und amüsiert liest die FAS , wenn Natalie Amiri , Minu Barati , Shila Behjat und Düzen Tekkal von ihren Vätern erzählen. Die FAZ vertieft sich indes in Michel Foucaults Überlegungen zu "Hermaphroditen". Die SZ vergnügt sich mit Moritz von Uslars supersensitiven Meldungen aus dem Fichtenwald. Die taz bewundert, wie zart Lucie Faulerova vom vernichtenden Schmerz nach dem Suizid einer jungen Frau erzählt. Und Dlf Kultur  begibt sich mit Jaroslav Rudiš auf einen abgefahrenen Roadtrip durch die Friedhofslandschaft Europas. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ungemütliche Ruhe

Bild
Exzellent und schonungslos findet die FAZ die Augstein -Biografie der ehemaligen Spiegel -Mitarbeiter Martin Doerry und Hauke Janssen . Die FR freut sich, auch die Grüffelo - Oma kennenzulernen. Die NZZ lässt sich von Julia Trachsels Graphic Novel "Alles in allem" mitnehmen, die die Folgen eines Verkehrsunfalls verarbeitet. Der Dlf liest zwei Bücher über USA - Interventionen in Lateinamerika. Außerdem empfiehlt sie die Porträts von israelischen Aktivisten und Akademikern, Politikern, Siedlern und Säkularen der Journalistin Ruth Margalit zum besseren Verständnis Israels. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Tropfen von etwas Anderem

Bild
Die Zeit entdeckt die surrealen Erzählungen der berühmten finnischen Poetin Eeva-Liisa Manner . SZ und Dlf reisen mit Lutz Seilers neuem Roman auf den verschlungenen Wegen einer Schamanin in die kasachische Steppe . Die NZZ sucht mit Volker Weiß und Jens Balzer nach Erlösung. Die FR blickt mit Franz Walter zurück auf das Leben des Journalisten Joachim Fest , einen konservativen Humanisten.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: "O welches Stinkvolk!"

Bild
Die FAZ erlebt Wolf Biermann in seinen Tagebüchern und Gedichten als ewigen Dissidenten voller Kummer, Witz und Wut. Die FR blickt mit Annette Mingels in das Innere eines silbernen Zelts , das in einer kleinstädtischen Villengegend auftaucht. Die Welt vertieft sich in H.G. Adlers Studie "Der verwaltete Mensch" über die Shoah . Dlf bekommt bei Franz-Maria Sonner einen unterhaltsamen Einblick in die Gedankenwelt Gottfried Wilhelm Leibniz '. Dlf Kultur verfolgt mit Jill Lepore den Siegeszug der Maschinen .  KAUFEN Sie bei Amazon

TAGTIGALL: Homerika

Bild
Ihre ausführliche Kritik an Christopher Nolans Film "Die Odyssee" beendete die britische Altphilologin und Homer-Übersetzerin Emily Wilson sinngemäß mit der Bemerkung, dass sie Nolan trotzdem sehr dankbar sei. Schließlich trage er auf seine Weise dazu bei, dass die Odyssee auch in Zukunft gelesen werde. Tatsächlich gibt es in jüngerer Zeit eine gewisse Renaissance: einige Dichterinnen haben sich Homers Werken auf neue Weise zugewandt. Hier ein paar Fundstücke. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Von Pilzen und Putztechniken

Bild
Die NZZ lässt sich Emmanuel Carréres Familiengeschichte als Panoptikum des 20. Jahrhunderts erzählen. Die FAZ geht mit den jungen Helden aus Belinda Bauers Krimi auf Jagd nach den seltenen Eiern der Trottellumme . Mit Jess Walter konstatiert sie die tiefen Brüche in der amerikanischen Gesellschaft . Die taz empfiehlt historische Berlin-Krimis von Horst Evers und Anne Stern . Die SZ sieht in Sylvester Stallones Biografie ein gutes Gegenmittel zur selbstoptimierenden Manosphere . Und die Welt versucht mit Manuel Bittorf im Berliner Westen heimisch zu werden.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die Stimme eines Niemands in der Welt

Bild
Der Dlf empfiehlt wärmstens Selim Özdogans Roman "Ihr kriegt uns hier nicht raus" über eine kurdisch-alevitischen Gastarbeiterfamilie in Köln Anfang der 80er Jahre. Die FAZ versucht mit zwölf Autoren die tschechische Welt "Jenseits von Prag" zu erkunden, scheitert jedoch. Mit deutlich mehr Erfolg lernt die FR mit Tash Aws findigem Roman "Der Süden" von den gesellschaflichen Spannungen in Malaysien . Die NZZ folgt hingerissen der Autobiografie Sylvester Stallones bis zu dessen Duchbruch als Rocky. Die taz kurvt um Dana Vowinckels "Anton und Alma", weiß aber nicht, wo sie andocken soll. Erste Notizen zur FAZ -Literaturbeilage finden Sie hier , darunter zum Aufmacher, der Lutz Seilers "Das tickende Herz" gewidmet ist. KAUFEN Sie bei Amazon

WO WIR NICHT SIND: Stimmt meine Frisur, dann stimmt mein Leben

Bild
Zwei Reporterinnen verfallen dem Kongo: Judith Raupp erzählt in "Morgen gehe ich einkaufen, wenn der Markt noch steht" von ihrem Leben in Goma im Osten Kongos. Zwischen Kriegszügen, Vulkanausbrüchen und Epidemien scheinen wunderbare Momente der Freundschaft auf, des Miteinanders - und der Extravaganz. Und die britische Reisereporterin Sophy Roberts folgt den Spuren einer belgischen Expedition , die 1879 für Leopold II. indische Elefanten in den Kongo bringen sollte. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Das Unbehagen der Natur

Bild
Die FAZ nimmt Cornelia Funkes Einladung in die Welt der Feen mit Freuden an. Mit Vergnügen vertieft sie sich außerdem in Kinderbücher von Nadia Budde , Dita Zipfel und Finn-Ole Heinrich , in denen Aale die Helden sind. Die FR begibt sich mit Volker Weiß auf die Spuren des Katechon , der heute in den Köpfen der Tech-Bros sein Unwesen treibt. Die SZ erfährt von Rolf G. Heinze , warum die Wohnungskrise gefährlich für die Demokratie ist. Und Dlf empfiehlt Claudia Durastantis feministisches Tryptichon "Missitalia".  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Kekse als Mittel der Langeweilebekämpfung

Bild
Die SZ ist begeistert von Hendrik Bolz ' literarischem Talent: "Aus Ruinen" ist wie Eribon, Ernaux und Louis, nur witziger. Der Deutschlandfunk hält ein dringendes Plädoyer für den polnisch-israelischen Autor Stanislaw Wygodzki , dessen Erzählungen "Der Mann mit dem Karren" zur eindrücklichsten Literatur über den Holocaust zählen. Die taz empfiehlt Bianca Bagnarellis "Kreaturen", Short Stories im Comicformat, visuell herausragend. Die FAS  liest Carolin Emckes Essay "Was zählt ein Mensch?" über israelische und palästinensische Opfer mit einiger Skepsis. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Lakonisch inszenierte Fluten

Bild
Die FAZ lernt von Eva Rieger , warum selbst Clara Schumann "männlich" komponierte. Die NZZ vertieft sich in Martin Doerrys und Hauke Janssens neue Biografie über Rudolf Augstein , die auch seine dunklen und seltsamen Seiten in den Blick nimmt. Die FR ist erschüttert von Miriam Carbes Roman über ihr Aufwachsen als afrodeutsches Kind. Die SZ findet Richard Fords Lebenserinnerungen genauso mitreißend wie seine Romane. Die Welt vergießt bei Teresa Präauers Essay über das Weinen nur Freudentränen. Und Dlf Kultur entdeckt tschechische Lyrik in einer von Martina Lisa und Daniela Pusch herausgegebenen Anthologie.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Alles, was wir haben

Bild
Die FAZ wird von Louise Kennedys zweitem Roman "Red" in den Bann einer gefährlichen Beziehung zwischen zwei irischen Teenagern gezogen. Die Zeit j ubelt über Sigrid Nunez ' neuen Erzählband "Wenn es wichtig ist", der seine Leser selbstbewusst in die "psychologische Räume der Ambivalenz " führt. Sie ist außerdem wie hypnotisiert von Adania Shiblis neuem Roman "Täuschung", der von den Hoffnungen und Nöten zwei junger Palästinenser in Israel erzählt. Die SZ erfährt von Saba-Nur Cheema und Meron Mendel , wie man die "Empörungsfalle" vermeidet.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Hamsterrad der Sinnsuche

Bild
Die NZZ verschlingt das neue Buch von Monika Maron , dessen Heldin nach einem Herzstillstand wiederbelebt wird und daraufhin ihr Leben umkrempelt. in der Biografie der ehemaligen RAF-Terroristin Astrid Proll begegnet sie dem Gesetz der Omertá . Die FAZ studiert im neu aufgelegten Buch von Fritz Bauer die juristische Verhandlung von Kriegsverbrechen. Die SZ lernt vom Generationenforscher Rüdiger Maas, warum die Jugend zu den politischen Extremen tendiert. Und Dlf Kultur macht sich mit Annekathrin Kohout auf die Suche nach Einhörnern im digitalen Raum.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Preiswürdige Wundertüte

Bild
Die FAZ schwelgt in John Horne Burns einzigem Roman, der die Begegnungen zwischen US-Soldaten und Italienern in Neapel gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schildert. Die FR  freut sich, dass  Johann Peter Hebels neu herausgegebene Kalendergeschichten  auch heute noch Hoffnung stiften. Die NZZ holt mit Shida Bazyars "Die Lücken" die verdrängte NS-Geschichte eines Hunsrücker Dorfes ans Licht. Die Welt hebt mit Stefanie Sargnagel ein paar Maß auf der Wiesn. Und Dlf empfiehlt Barbaros Altugs Roman über einen jungen schwulen Mann , der in die Türkei zurückkehren muss.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Knallroter Warhol-Widder

Bild
Die SZ untersucht mit Peter-Andre Alt , wie es die deutschen Kanzler mit den Intellektuellen hielten. Die FAZ wünscht Sylvester Groths Lesung des Orwell-Klassikers "1984" viele Hörer. Dlf wird im Jugendbuch von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer Zeuge einer unerwarteten Freundschaft zwischen Kriegsfronten . Dlf Kultur buddelt mit Frank Ashwood in der Erde und findet dort schrumpelnde Bärtierchen und durchsichtige Tausenfüßler. Mit Ferren Gipson deutet sie die Sterne am Firmament der Kunstgeschichte .  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Mit enormer Kieferkraft

Bild
Wertvoll findet die taz die Traumanalysen von Shoah-Überlebenden, die Christiane Sollte - Gresser in ihrem Essay versammelt. Von Rolf G . Heinze und Sebastian Kurtenbach  lernt sie: Die Wohnkrise ist nicht mehr aufzuhalten. Die FAZ ist dankbar, dass die Kunsthistorikerin Judith Rottenburg den Blick auf die Ästhetik afrikanischer Kunst lenkt. FAS und NZZ amüsieren prächtig mit Stefanie Sargnagel auf dem Oktoberfest, können aber nur hoffen, dass vieles ausgedacht ist. Der  Dlf fällt mit Marlen Mairhofers „Alice“ aus der Liebe heraus über Kuchen her. Außerdem staunt er, wie Munir Hachemi seine Erzählung über Massentierhaltung mit Breton und Bolano würzt.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Hier, unter der Glasglocke

Bild
Die FAZ hört das innere Wüten in den Gedichten des jung gestorbenen dänischen Lyrikers Michael Strunge . Die FR empfiehlt Veronika Peters ' "Mehr Leben als geplant" als Mutmach - Roman . Die SZ lobt Philipp Ruchs "Der Rückfall" über die Wahlen im September 1930 für seine Deutungsfrische. Angehenden Autoren rät die FAZ zu Isabel Allendes "Unsere Geschichten": Dort lernt man, Schreiben als "mysteriösen, organischen und intuitiven Prozess" zu verstehen. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Oft stinkt die Welt

Bild
Die FAZ liest interessiert Matthias Häusslers Buch über die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft . Die SZ träumt sich mit den 50 Songs, die der Journalist Daniel Haaksman zusammengetragen hat, nach Rio de Janeiro . Außerdem stellt sie dank Hans Woller fest: Zumindest über den politischen Thomas Mann gibt es durchaus noch Neues zu lernen. Die Zeit erlebt mit Colin Barrett Gewalt und Rausch im Drogenmilieu in Westirland. Überwältigt liest die FR , wie Boualem Sansal seine Zeit im Gefängnis beschreibt. KAUFEN Sie bei Amazon