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BÜCHERSCHAU DES TAGES: Anarchisches Gewimmel

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Die FAZ folgt Golo Maurer ins römische Olevano , das vielen jungen Malern der deutschen Romantik zum Sehnsuchtsort und Verhängnis wurde. Von Siegfried Weischenberg lässt sie sich erzählen, wie sich Journalisten während des Nationalsozialismus verhielten. Die FR rollt mit Kathrin Zipse ein vergessenes Kapitel der Geschichte auf und folgt deutschen Frauen, die nach dem Krieg ins ländliche Island übersiedelten. Die SZ ist begeistert von Safia Al Bagdadis Roman "Unser Haus mit Rutsche", über Sebastian Hotz ' "Sidekick" kann sie nur müde lächeln. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ausmaß des Dystopischen

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Die FAZ folgt mit Dario Ferraris Muttersöhnchen Marcello den Spuren eines Revoluzzer-Schriftstellers in Paris. Außerdem versetzt sie sich mit Judith Schalanskys Poetikvorlesungen in verschiedene literarische Aggregatszustände . Die FR versucht in Ali Smith dystopischer Zukunft den roten Linien eines bösen Konzerns zu entkommen. Die SZ macht sich mit Curtis Sittenfeld unabhängig von nervigen Männern. Und Dlf Kultur steigert sicht mit Petr Sestaks  gestresstem Fahrradkurier in die Wut auf SUV-Fahrer hinein.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Mal beschwörend manisch, mal betrübt

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Die NZZ versenkt sich in Andrej Platonows opake Paradoxien über die Zeit der stalinistischen Säuberungen . Die FAZ horcht mit Pascale Hugues "So voller Leben", gelesen von Agnes Mann , in die Seele einer Mutter mit bipolarer Störung . Die SZ empfiehlt allen Demokraten im Schockzustand Matthias Brandts neues Buch "Nein sagen". Mit Oisín McKennas Roman "Hitzetage" über das Leben von Millenials in London bewältigt sie eine Identitätskrise. Die taz zieht mit Paul Christoph Gäbler und der Kreuzberger Gang "36 Boys" durch das Berlin der Achtziger .  KAUFEN Sie bei Amazon

FOTOLOT: Blick für die Komposition

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Kriegsfotografie zeigt oft entsetzliche Szenen. Noch unbehaglicher ist der irgendwie schreckliche, ästhetische Reiz , der von ihr ausgehen kann. Besonders bei einem Meister wie James Nachtwey , dessen Fotografien derzeit in der Berliner Fotografiska zu sehen sind. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ästhetischer Sprengstoff

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Der Dlf lässt sich von Christian Haller zart in die „Kammer des alten Alters “ überführen. Die FAZ  lernt von Frank Schäfer , dass Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister nicht weniger Antikriegslyriker war als Bob Dylan. Die Welt  lernt von Marie Kondo die kulturelle Grammatik der Schönheit . Die FR freut sich, dass Dieter Bongartz ’ Familienroman „Vaterland“ eine zweite Chance bekommt. Kaum erträglich, aber umso wichtiger findet die taz die Augenzeugenberichte, die die syrische Journalistin Samar Yazbek von Überlebenden aus Gaza zusammengetragen hat. Empfehlenswert findet sie auch Thomas Söltings Essay über die Franco -Diktatur und ihr Nachleben.  KAUFEN Sie bei Amazon

WO WIR NICHT SIND: Als müsste die ganze Welt ersticken

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Tete Loeper erzählt in ihren Erinnerungen "Shut Up and Hide!" vom Genozid an den Tutsi , dem sie als damals Vierjährige nur knapp entkam. Dabei behält sie die Perspektive des Kindes , dessen Leben auf das Grausamste auf den Kopf gestellt wird, das unvorstellbare Gräueltaten erlebt - und immer genau hinsieht, auch wenn es nicht alles versteht. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Brachiale Literatur über brachiale Verhältnisse

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Als kleine Sensation würdigt die FAZ , wie Julia Wolf in ihren Erzählungen elf Frauen zwischen Beherrschung und Entgleisung porträtiert. Gern verirrt sie sich auch im erzählerischen Labyrinth des spanischen Autors Enrique Vila - Mata . Der Dlf amüsiert sich prächtig mit den vielen Anekdoten, die Craig Brown aus dem Leben der Queen zu berichten weiß. Dieser Popliterat ist gut gereift, befindet der Dlf außerdem nach der Lektüre von Joachim Blessings "Wachs und Gold". Dlf Kultur gibt mit Gary Victor die Hoffnung auf bessere Zeiten in Haiti nicht auf. KAUFEN Sie bei Amazon