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WO WIR NICHT SIND: Als müsste die ganze Welt ersticken

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Tete Loeper erzählt in ihren Erinnerungen "Shut Up and Hide!" vom Genozid an den Tutsi , dem sie als damals Vierjährige nur knapp entkam. Dabei behält sie die Perspektive des Kindes , dessen Leben auf das Grausamste auf den Kopf gestellt wird, das unvorstellbare Gräueltaten erlebt - und immer genau hinsieht, auch wenn es nicht alles versteht. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Brachiale Literatur über brachiale Verhältnisse

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Als kleine Sensation würdigt die FAZ , wie Julia Wolf in ihren Erzählungen elf Frauen zwischen Beherrschung und Entgleisung porträtiert. Gern verirrt sie sich auch im erzählerischen Labyrinth des spanischen Autors Enrique Vila - Mata . Der Dlf amüsiert sich prächtig mit den vielen Anekdoten, die Craig Brown aus dem Leben der Queen zu berichten weiß. Dieser Popliterat ist gut gereift, befindet der Dlf außerdem nach der Lektüre von Joachim Blessings "Wachs und Gold". Dlf Kultur gibt mit Gary Victor die Hoffnung auf bessere Zeiten in Haiti nicht auf. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Kraft und Glitzer

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Die FAZ empfiehlt Reportagen von Rebecca West , Janet Flanner und Martha Gellhorn über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse. Mit Markus Messling blickt sie auf Bartholdis Champollion-Statue und denkt neu über Kolonialismus nach. Auf die lange Geschichte des russischen Kolonialismus blickt derweil die taz mit dem illustrierten Handbuch des ukrainischen Journalisten Maksym Eristravi . Und Dlf Kultur begleitet mit Kae Tempest den queeren Rothko auf dem Weg der Transition. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Champagner-fluffig

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Die FAZ kürt Steffen Martus ' Literaturgeschichte ab 1989 zu einem künftigen Klassiker der Literaturwissenschaft . Die NZZ zieht den Hut vor David Vajdas Roman "Diamanten", in dem eine Künstler-Familie mit dem Tod der Mutter umgehen muss. Die SZ macht sich mit Ildiko von Kürthy und Christiane Rösinger Gedanken über das Älterwerden als Frau . Die taz schmökert in den gesammelten Comics über Manfred Sommers Kriegfotografen Frank Cappa . Und die FR findet in Daniel Fehrs Kinderbuch eine freundliche Kuh in ihrem Bett vor.    KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ekstatisches Ausschwärmen

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Die SZ applaudiert Dana Grigorceas Roman "Tanzende Frau, blauer Hahn", der von einer sommerlichen Liebe in Ceaușescus Rumänien erzählt. Außerdem lobt sie Claudia Kemferts Buch "Kurzschluss" als unerschrockenes Plädoyer für eine neue Energiepolitik . Die taz schmökert in den neuen Essays von Karl Ove Knausgard . Die FR verschlingt John Grishams neuen Thriller "Das Vermächtnis". Die NZZ folgt Matthias Nawrat  in "Das glückliche Schicksal" in eine raffniertes literarisches Labyrinth . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERBRIEF: Emotionale Monsterwelle

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Wir haben die Literaturbeilagen zur Leipziger Buchmesse ausgewertet und unsere Favoriten herausgefischt: Die Ukrainerin Iryna Fingerova trotzt heiter den Herausforderungen des deutschen Exils, Dana von Suffrin reitet wildwitzig auf der Monsterwelle einer  einer toxischen Liebe zwischen Millennials, Safae el Khannoussi zeigt uns Europa als farbenprächtige Zirkusrevue, Ines Geipel zerlegt Heldenmythen der DDR, und Mahmoud Jaraba erzählt von den kriminellen Clans aus al-Rashidiya. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Fantasiertes, das bisweilen an Pasolini erinnert

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Die FAS hätte gern noch mehr von Monika Marons Tagebüchern gelesen. Die SZ findet die rechte Sprachkritik "Links - Deutsch, Deutsch - links" rechts. Die FAZ liest mit großem Interesse den Roman "Was die Zeit nicht nimmt " von Marek Torčík , den sie als Erzähler von Rang begrüßt. Die FR lernt mit Petro Rychlo  viel über die deutsch-ukrainischen Literaturbeziehungen und mit Margret Schepers einiges über die Frauenbewegung der Siebziger. Die Welt fragt mit Judith Schalansky , woraus die Welt gemacht ist, nämlich aus "Marmor, Quecksilber, Nebel".  KAUFEN Sie bei Amazon