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BÜCHERSCHAU DES TAGES: Gedanken in Stücke zersprungen

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Die FAZ folgt Armin Nassehi interessiert beim Versuch, die Funktion von Antisemitismus systemtheoretisch zu analysieren. Die NZZ lässt sich von Stefan Hentz durch das aufregende Leben von Jazzlegende Miles Davis führen. Der Dlf versinkt in einer neuen Joseph - Roth -Werkausgabe und erinnert sich mit Siri Hustvedt an Paul Auster . Und Dlf Kultur denkt mit Wolfgang Ullrich über die Macht von Memes nach. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Literarische Weltenerfinder

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Die FAZ ist restlos begeistert von Anjet Daanjes Roman "Das Lied von Storch und Dromedar", eine so originelle wie dunkle Hommage an die Schwestern Brontë . Mit Tomer Gardi folgt sie dem eritreischen Rider Filmon, der für einen Hungerlohn in Israel Essen ausfährt. Die Zeit vertieft sich in die Tagebücher von Monika Maron , die das Dagegensein nie aufgegeben hat. Dlf Kultur empfiehlt Nicola Denis Roman "Wo die Kaffeekirschen leuchten", der ins Kolumbien der fünfziger Jahre führt.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Comédie humaine des Ostens

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Die FAZ trifft in Stefan Müller-Doohms Essays über das intellektuelle Frankfurt Adorno und Habermas. Die SZ rebelliert mit Marc-Uwe Klings kommunistischem Känguru gegen den Zustand der Welt. Die NZZ neigt das Haupt vor Josef Winkler und seinem Anti-Heimatroman "Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht". Dlf lässt sich von Jill Lepore die Geschichte der amerikanischen Verfassung erzählen. Und Dlf Kultur verliebt sich mit Lara Rüters  in Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Kein "stakkato", sondern ein "legato"

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Wer einmal im Schwarzwald steckt, kommt nicht so leicht heraus - zumindest dem Leser macht das aber Spaß, versichern FAS und FAZ zu Hannah Häffners neuem Roman "Die Riesinnen". Die SZ berauscht sich am  langsam nüchtern werdenden Erzähler in Christoph Peters ' "Entzug".  Die taz amüsiert sich prächtig mit Dana von Suffrins "Toxibaby". Viele  Besprechungen widmen sich dem Thema Rechtsextremismus .  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Bedenkliche Schwebe

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Ein virtuoses Debüt empfiehlt die SZ mit Simon Chevriers Roman "Foto auf Anfrage", der einen schwulen Escort durch die Jahre der Pandemie begleitet. Die FR bekommt beim Blättern in Michael Rohers Bilderbuch Lust, mal wieder zu Fuß zu gehen. Der Dlf Kultur lernt von John Cassidy , dass eine Geschichte des Kapitalismus auch ausgehend von der Kritik am Kapitalismus gelingen kann. Und mit Paul Ingendaay blickt er aus der Sicht von Künstlern auf den Spanischen Bürgerkrieg. KAUFEN Sie bei Amazon

FOTOLOT: Vor allem bin ich Realist

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Bereits im Bild "Zwei Mädchen am Ufer der Seine" (1856/57) schien es den männlichen Kritikern beruhigender, in ihnen (völlig abwegig) zwei Prostituierte auf Kundenfang zu sehen als zwei junge Frauen, die sich die Zeit so vertreiben, wie es ihnen gerade passt . Diese Gelassenheit ist auch ein Markenzeichen des legendären Bildes " Der Ursprung der Welt " (1866), das bei gespreizten Beinen eine Vulva zeigt, ohne dabei ins Pornografische abzugleiten. Es ist kein Zufall, dass neben den Akten Bilder einer unverbauten, nicht eingehegten Natur im Vordergrund stehen. Im Wiener Leopold Museum ist derzeit eine große Courbet-Retrospektive zu sehen.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Existenz als lebendiges Mahnmal

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Die FAZ bewundert die Nüchternheit, mit der Christoph Peters ein Leben mit Alkoholsucht beschreibt. Zum zeitgenössischsten Roman der Saison erklärt die FR Dana von Suffrins "Toxibaby". Erschreckend aktuell findet die SZ Jacqueline Harpmans 1995 erschienene Dystopie über 39 Frauen, die in einem Keller gefangen sind. Was Handys und das Verschwinden von Erinnerung miteinander zu tun haben, lernt die Zeit von Ben Lerner . Und der Dlf liest gebannt die absurden Erzählungen von Stig Dagerman . KAUFEN Sie bei Amazon