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BÜCHERSCHAU DES TAGES: Suchbewegung des Schreibens

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Die FAZ lauscht mit Lea Singer an der Tür, hinter der Lucian Freud die Queen porträtierte und hört geistreiche Pointen. Außerdem schwelgt sie in der kaleidoskopartigen Prosa , mit der sich Marlene Stoessel nach schwerer Krankheit zurück ins Leben tastet. Die NZZ vertieft sich in Karl-Markus Gauß ' tiefgründige Reise-Essays. Die Welt blickt interessiert und kritisch auf Thomas Deichmanns Berichte von Peter Handkes Jugoslawienreisen. Die taz ist erschüttert von Adrian H. Koerfers autobiografischem Buch über den systematischen Missbrauch an der Odenwaldschule. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Verführerisches Kunststück

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Die SZ lernt von Martina Winkler wie die Slowakei um die Demokratie und ihren Platz in der EU ringt. Mit Martin Adam versucht sie die polnischen PiS-Wähler zu verstehen. Die FR freut sich über "hinreißende" Sexszenen und sich erfüllende Flüche im neuen Roman von  Dana Grigorcea . Dlf Kultur verbringt eine solide und unterhaltsame Lektüre mit Thommie Bayers neuem Roman "Gern gesehene Gäste" über eine zwiespältige Freundschaft.   KAUFEN Sie bei Amazon

VORGEBLÄTTERT: 20 Jahre Zeitschrift für Ideengeschichte

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Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird zwanzig Jahre alt! In einigen Tagen erscheint das Jubuiläumsheft zum Thema " Türhüter ". Es spürt der Autorität und den Mythen einer Grenzfigur nach, die auch beim Zeitschriftenmachen eine Rolle spielt, von Apostel Petrus an der Himmelspforte über das Vorzimmer im Kanzleramt bis in die Clubkultur . Wir freuen uns den Beitrag von Ralph Bollmann vorabdrucken zu dürfen: "Frau Baumann - Über den Zugang zur Kanzlerin". KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: In sich selbst die ganze Welt

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Die FAZ findet Susanne Schlegels Kulturgeschichte über die Erforschung von Intelligenz alles andere als doof. Die FR erfreut sich am "grandiosen" Naturschauspiel in den Erzählungen des ukrainischen Schriftstellers Hryhir Tjutjunnyk . Die NZZ vertieft sich in ein fantastisches Märchen über die Liebe zwischen einem Leguanweibchen und einem Dichter von Anna Maria Ortese . Die taz erlebt mit Armin Thurnher "Untersternstunden der Menschheit".  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Im eigenen Traum aufwachen

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Die FAZ legt mit Maylis de Kerangal Schicht um Schicht die Geschichte von Le Havre frei. Viel Spaß hat sie mit dem phlegmatischen Hans im Glück, den Jens Sparschuh als Restaurantkritiker durchs Nachwende-Berlin schickt. Die NZZ kommt Elena Ferrante in deren Essays so nahe wie nie zuvor. Der Dlf amüsiert sich mit in Fernando Aramburus „Fabula“ über zwei ungeschickte Anti-Helden, die für ein unabhängiges Baskenland kämpfen. Und Dlf Kultur lässt sich von dem Germanisten und Kulturhistoriker Albrecht Koschorke Anfänge und Widersprüche des Liberalismus erörtern.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Hoffnungslos universell

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Die FAZ folgt Simeon Elias Hüttel gebannt durch die Kulturgeschichte des Vampirs , der sich im Westen zunächst gegen das Christentum durchsetzen musste. Bewegt folgt sie außerdem dem Lebensweg des im Irak geborenen jüdischen Theatermachers David Mouchtar Samorai . Die SZ begleitet mit Jan Jekal Brecht, Schönberg und andere deutsche Exilanten nach Hollywood . In der Zeit plädiert die Strafrechtlerin Elisa Hoven mit Ronen Steinke dafür, dass auch demokratiefeindliche Äußerungen von der Meinungsfreiheit geschützt sind. Und der Dlf Kultur freut sich, dass John Fowles ’ „postmodern gebrochener“ Bildungsroman „Magus“ nun ungekürzt auf Deutsch vorliegt. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ein Hauch Kritik

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Die FAZ freut sich über zwei Erzählungen von Alma Hirschel , die auch ein neues Licht auf das Werk ihrer Mutter Ruth Klüger werfen. Die FR streift mit Tobias Bütow , Corine Defrance und Ulrich Pfeil durch "63 Orte der deutsch-französischen Geschichte ". Die SZ wundert sich, dass in Olivier Guez ' Buch über Gertrude Bell nur aus der Perspektive der Kolonisatoren erzählt wird. Dlf Kultur schwärmt von Galit Dahan Carlibachs Roman "Waisenkind", in dem die Heldin Avital gegen eine unbarmherzige Gesellschaft ankämpfen muss.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Begegnung mit der schnurrbärtigen Janina

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Die taz ist beeindruckt von Yavuz Ekincis Roman "Die, deren Träume zerbrochen sind", in dem der junge Kurde Ismail auf der Suche nach seinem Bruder sich selbst findet. Die NZZ sieht in Andris Kalnozols Roman "Kalender" über einen autistischen Jungen ein großes Außenseiterporträt . Die FAZ lernt von Dieter Henrich , was echte Dankbarkeit ist. Mit Adrian Daub widmet sie sich dem Machthunger der Tech-Giganten aus dem Silicon-Valley. Die SZ nimmt mit Gabriele von Arnim Abschied von politischen Gewissheiten.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die epische Dimension

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Der Deutschlandfunk bestaunt Juan Gómez Bárcenas gleichermaßen persönliches wie makrohistorisches "Opus Magnum" "Alles andere ist Luft", das zugleich ein Roman ist, aber auch die Geschichte eines Dorfes in Kantabrien - bis zurück vor Christus. Die taz lernt mit  Nikolaus Lelle und Tom Uhlig  Antisemitismus zu definieren, wenn auch ex negativo. Die Welt liest mit Faszination Sebastian Haffner über  die deutsch-russischen Beziehungen. Die FAZ genießt, anders als übrigens die taz , Sharon Dodua Otoos "So, in etwa, ist es geschehen" als Provokation. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ach, die dumme Literatur

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Die Literaturkritiker sind offenbar schon ins lange Wochenende verschwunden. Die FR amüsiert sich aber vorab noch prächtig, wenn Nicolas Mahler Handke, Koeppen, Beckett und Co. beim Scheitern und Schimpfen über die Schulter blickt. Die NZZ liest interessiert Sam Apples Biografie des schwulen jüdischen Krebsforschers Otto Warburg , der unter den Nazis unbehelligt weiterarbeiten konnte. Im letzten Roman des kürzlich verstorbenen Portugiesen Antonio Lobo Antunes blickt der Dlf aus 23 Perspektiven auf das Leben von Júlio de Melo Fogaça , einen vergessenen homosexuellen politischen Häftling der Salazar-Diktatur.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Zwischen Ich und Nicht-Ich

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Die FAZ lässt sich von Bojan Pancevski die ganze brisante Geschichte der Nordstream - Sprengung erzählen. Eine äußerst streitbare Nacht verbringt sie mit Ethan Taubes und seinem Vater Jacob. Einen letzten Weckruf vernimmt die NZZ , wenn Jana Puglierin auf eine bessere europäische Sicherheitspolitik drängt. Der Dlf erfährt von Rainer Hermann , wie lange die Hamas den 7 . Oktober plante. Immerhin die FR schöpft noch Hoffnung mit musikalischen Gedichten von Anja Bachl . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: wunderplunder

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Die FAZ empfiehlt heute eine ganze Reihe Kinderbücher . Am besten gefallen ihr Arne Rautenbergs Gedichte über Erdbeermilch trinkende Muthasen und  Heinz Janischs Lyrikband, in dem Pferde über Wolken reiten. Die FR lässt sich im neuen Roman von Charles Lewinsky von einem Hollywood-Insider in 40 Therapiestunden von Doris Day und dem Trauma des Holocaust berichten. Die SZ lernt von Jörg Lau , dass die USA schon vor Trump kein Freund Europas mehr waren. Die NZZ bewundert die Worte, die Judith Schalansky in ihren Poetikvorlesungen aus Marmor meißelt. Und die Welt bekommt dank Dave Goulson Appetit auf sehr kleine Fische. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Störgeräusche

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Dlf Kultur stürzt sich mit Farai Mudzingwas Roman "Die Avenues" in das Straßenleben Harares . FAZ und Dlf tauchen begeistert in die gesammelten fantastischen Erzählungen von Jorge Luis Borges ein. Die taz liest mit Craig Browns "Q" eine fast phänomenologische Annäherung an die verstorbene Queen Elizabeth II .. Die Welt lernt mit Olivier Guez ' Biografie Gertrude Bells , "Die Welt in ihren Händen", eine fast vergessene Architektin des heutigen Nahen Ostens kennen. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die Erde als Blumenplanet

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"Großes literarisches Kino" verdankt die FR Markus Orths , der in "Die Enthusiasten" so wahnsinnig fabuliert wie kein Zweiter. Außerdem wären sie gern wie "Rocky", nachdem sie den von Sylvester Stallone zusammengestellten Bildband durchgeblättert hat. Die taz erinnert sich dank Irene Sieben an die Choreografin Manja Chmiel , die den Tanz der Sechziger prägte. Der Dlf Kultur lernt von David George Haskell , dass Blütenpflanzen unser Ökosystem umkrempelten. Und nach der Lektüre von Hans Christian Hönes ' Aby-Warburg-Biografie möchte sie diesem Haustyrannen lieber nicht über den Weg laufen. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Anarchisches Gewimmel

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Die FAZ folgt Golo Maurer ins römische Olevano , das vielen jungen Malern der deutschen Romantik zum Sehnsuchtsort und Verhängnis wurde. Von Siegfried Weischenberg lässt sie sich erzählen, wie sich Journalisten während des Nationalsozialismus verhielten. Die FR rollt mit Kathrin Zipse ein vergessenes Kapitel der Geschichte auf und folgt deutschen Frauen, die nach dem Krieg ins ländliche Island übersiedelten. Die SZ ist begeistert von Safia Al Bagdadis Roman "Unser Haus mit Rutsche", über Sebastian Hotz ' "Sidekick" kann sie nur müde lächeln. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ausmaß des Dystopischen

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Die FAZ folgt mit Dario Ferraris Muttersöhnchen Marcello den Spuren eines Revoluzzer-Schriftstellers in Paris. Außerdem versetzt sie sich mit Judith Schalanskys Poetikvorlesungen in verschiedene literarische Aggregatszustände . Die FR versucht in Ali Smith dystopischer Zukunft den roten Linien eines bösen Konzerns zu entkommen. Die SZ macht sich mit Curtis Sittenfeld unabhängig von nervigen Männern. Und Dlf Kultur steigert sicht mit Petr Sestaks  gestresstem Fahrradkurier in die Wut auf SUV-Fahrer hinein.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Mal beschwörend manisch, mal betrübt

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Die NZZ versenkt sich in Andrej Platonows opake Paradoxien über die Zeit der stalinistischen Säuberungen . Die FAZ horcht mit Pascale Hugues "So voller Leben", gelesen von Agnes Mann , in die Seele einer Mutter mit bipolarer Störung . Die SZ empfiehlt allen Demokraten im Schockzustand Matthias Brandts neues Buch "Nein sagen". Mit Oisín McKennas Roman "Hitzetage" über das Leben von Millenials in London bewältigt sie eine Identitätskrise. Die taz zieht mit Paul Christoph Gäbler und der Kreuzberger Gang "36 Boys" durch das Berlin der Achtziger .  KAUFEN Sie bei Amazon

FOTOLOT: Blick für die Komposition

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Kriegsfotografie zeigt oft entsetzliche Szenen. Noch unbehaglicher ist der irgendwie schreckliche, ästhetische Reiz , der von ihr ausgehen kann. Besonders bei einem Meister wie James Nachtwey , dessen Fotografien derzeit in der Berliner Fotografiska zu sehen sind. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ästhetischer Sprengstoff

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Der Dlf lässt sich von Christian Haller zart in die „Kammer des alten Alters “ überführen. Die FAZ  lernt von Frank Schäfer , dass Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister nicht weniger Antikriegslyriker war als Bob Dylan. Die Welt  lernt von Marie Kondo die kulturelle Grammatik der Schönheit . Die FR freut sich, dass Dieter Bongartz ’ Familienroman „Vaterland“ eine zweite Chance bekommt. Kaum erträglich, aber umso wichtiger findet die taz die Augenzeugenberichte, die die syrische Journalistin Samar Yazbek von Überlebenden aus Gaza zusammengetragen hat. Empfehlenswert findet sie auch Thomas Söltings Essay über die Franco -Diktatur und ihr Nachleben.  KAUFEN Sie bei Amazon

WO WIR NICHT SIND: Als müsste die ganze Welt ersticken

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Tete Loeper erzählt in ihren Erinnerungen "Shut Up and Hide!" vom Genozid an den Tutsi , dem sie als damals Vierjährige nur knapp entkam. Dabei behält sie die Perspektive des Kindes , dessen Leben auf das Grausamste auf den Kopf gestellt wird, das unvorstellbare Gräueltaten erlebt - und immer genau hinsieht, auch wenn es nicht alles versteht. KAUFEN Sie bei Amazon