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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Strahlungsfühligkeit

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Die NZZ besucht mit den "Waterjournals" des amerikanischen Künstlers, Aktivisten und Außenseiters David Wojnarowicz die Ausgestoßenen im New Yorker der Siebziger. Die taz lobt Nina Schedlmayers Biografie der lesbischen Avantgarde-Malerin Stephanie Hollenstein , die zur glühenden Hitler-Unterstützerin wurde. Das Klügste, was aktuell über China auf Deutsch zu lesen ist, sind die Essays des chinesischen Dissidenten Yang Lian , versichert die FAZ . Und Dlf Kultur lauscht mit Cécile Oumhani einem poetischen Zwiegespräch zweier Frauen am Ende der Welt. Und damit wünscht der Perlentaucher all seinen LeserInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2026!  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die Sehnsüchte von Orchideen

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Die taz jubelt über die wieder entdeckten expressionistischen Grotesken von Else Onno , alias "El Hor", die zwischen Lust- und Todessehnsucht changieren. Die FAZ blickt mit Guillaume Paoli skeptisch auf den Optimismus . In Lionel Richies Memoiren sieht sie ein hochinteressantes Stück Pop- und Kulturgeschichte . Die FR wird mit Natascha Wodins witzigen Beobachtungen in "Die späten Tage" gerne alt. Dlf bleibt bei der Lektüre von Juliane Baldys Roman "Frau Fünf" das Lachen im Halse stecken.  KAUFEN Sie bei Amazon

WO WIR NICHT SIND: Sehnsucht nach Kälte

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Hoch oben im arktischen Norden , nahe am Pol, funktioniert der Kompass nicht mehr: Mit ihrem Roman "Wo das Eis niemals schmilzt" öffnet uns die finnische Autorin Inkeri Markkula nicht nur die Augen für die Schönheit des Nordens und die Lebenswelt seiner indigenen Bewohner. Sie setzt auch dem räuberischen Griff der Autokraten und Rohstoffkonzerne eine Literatur der Sensibilität entgegen KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Kühne Abgeranztheit

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Die FAZ hebt mit Jorge Baron Bizas Roman "Die Wüste und ihr Samen" einen literarischen Schatz. Mit Katherina Poladjan wandert sie über den "Goldstrand" der bulgarischen Schwarzmeerküste . Die FR geht mit den Helden aus Max Baitingers Graphic Novel "Hallimasch" auf einen hallizogenen Trip nach Leipzig. Die SZ kann Andras Viskys Roman "Die Aussiedlung" über das Leben und Sterben in stalinistischen Gulags gar nicht genug loben. Und Dlf Kultur trinkt mit Anthony Burges und Jesus Wein in Kana.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Zartes, schräges Licht

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Die FAZ blättert beeindruckt in den Erinnerungen Irina Schostakowitschs über die letzten Lebensjahre ihres Mannes. Von Walter Schübler lernt sie, wie viel " Kulturkampfpotenzial " in einem Stück Torte stecken kann. Die SZ vertieft sich in Peter Heathers Geschichte des Christentums . Die FR trifft bei Sigrid Nunez das Pinseläffchen Mitz, das die Bloomsbury Group aufmischte. Dlf wimmelt vergnügt durch Bilderbücher von Cynthia Cliff und Stephane Frattini . Und der Perlentaucher wünscht all seinen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten!  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: kann, was ich fühl', ich treffend je beschreiben?

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Die Zeit traut den eigenen Gefühlen nicht mehr nach der Lektüre von David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“. Die FAZ lässt sich von John Boyles „Elementenquartett“ gebannt an Schreckenshorizonte führen. Von dem Historiker Christian Stein erfährt sie, wie die Wehrmacht an der Ostfront ganze Dörfer niederbrannte. Die SZ bewundert das Feingefühl, mit dem Leon Engler von den vielen psychischen Krankheiten einer Familie erzählt. Die taz schwelgt in einem Prachtband mit allen Radierungen und Lithografien Goyas . Und Dlf Kultur schmachtet mit Liebesgedichten von Giovanni Boccaccio . KAUFEN Sie bei Amazon

FOTOLOT: Degradation und Neuerfindung

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Lisette Model , Ihre Schülerin Diane Arbus , Harry Gruyaert und Thomas Hoepker . Zwischen den Jahren sind einige schöne Fotoausstellungen zu besichtigen und einige neue Fotobücher zu durchblättern. Einige Empfehlungen von KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Unter einem Riesenrad geboren

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Die FAZ liest spukige Kinderbücher: Mit Sabrina Schmohl kämpft sie gegen Nebelgeister, von Matthew Forsythe lernt sie, wie man sich mit einem Geist als WG-Bewohner arrangiert. Die NZZ gibt sich Giovanni Boccaccios vergessenen Sonetten hin. Die SZ erfährt von Franz-Josef Brüggemeiers  Thatcher-Biografie, dass es den "Thatcherismus" eigentlich nicht gegeben hat. Und Dlf empfiehlt wärmstens Anthony Burges ' fantasievollen Roman über Jesus .  KAUFEN Sie bei Amazon

TAGTIGALL: Von Wörtern und Flocken

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Gedichte leben in einer Stille für sich. Hier als letzter Tagtigallen-Flug des Jahres drei Bände - von Etel Adnan , Sonja vom Brocke und Theresa Luserke - die sich in solche Stille hinein begeben. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Spinnenbeinige Zarin

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Die NZZ stellt zwei Klassiker aus der Ukrainischen Bibliothek vor: Taras Schewtschenko und Lesja Ukrajinka . Die FAZ ist fasziniert von den Antworten, die Pier Paolo Pasolini auf Leserbriefe in der linken Wochenzeitschrift Vie nuove schrieb. Die taz begegnet in Richard Schuberths Roman "Der Paketzusteller" dem Rest der Kulturlinken . Dlf Kultur vertieft sich in einen postmodernen Band zum Küchentuch . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Die Gärten der gestürzten Könige

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Der FAZ freut sich in wiederentdeckten Erzählungen von Maria Lazar an deren Liebe zum Absurden. Als gleichermaßen zartes wie heftiges Buch empfiehlt sie Nancy Hüngers poetische Miniaturen über zwei Neurotiker. Die FR schätzt einmal mehr das klare politische Urteil von Irina Scherbakowa . Die SZ lobt, wie Lena Steffinger über psychische Erkrankungen aufklärt. Und der Dlf Kultur spürt absolute Gegenwart in Gedichten von Marit Heuß . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ein einziger grandioser lebenslanger Satz

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In der Zeit preist Herta Müller András Viskys Roman "Die Aussiedlung" als über die Historie hinausreichendes magisches Dokument. Die SZ versinkt in Natascha Wodins "Erinnerungstableaus" über das Altern. Beklommen folgt die FAZ Pussy Riot-Mitglied Maria Aljochina durch Putins Russland. Die taz erinnert sich gern nochmal an Klatsch un Tratsch der Achtziger in einem Sammelband über das Indie-Magazin Elaste . Und Dlf Kultur erinnert sich mit Zia Qasemi an ein vergangenes Afghanistan. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: funkensprühend auf dem pulverfaß

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Die FAZ empfiehlt euphorisch Miku Sophie Kühmels Roman, der der Dadaistin Hannah Höch endlich ihren verdienten Platz in der Geschichte einräumt. Die NZZ verstrickt sich mit Colombe Schneck in "Lügen im Paradies". Die taz verfolgt in Juliane Baldys Roman "Frau Fünf" gebannt, wie Heldin Mirjam nach einer Trennung langsam dem Wahnsinn verfällt. Die FR rockt mit Kersty und Sandra Grether und ihren "Rebel Queens" durch die Musikgeschichte. Dlf verliert sich nur allzu gern im "lyrischen Parlando" von Norbert Hummelts Gedichtband "Hellichter Tag".  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Buchstäblich "undenkbar"

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Die FAZ fragt mit dem Historiker Paul Gilroy in "Schwarzer Atlantik", ob schwarze Musik von Spirituals bis Hip-Hop eine Verständigung über die Kontinente hinweg mit sich bringen kann. Mit Sarah Koldehoff verfolgt sie die Geschichte von "Dick Pics" bis ins Römische Reich zurück. Die taz blättert sich mit  Janine Barchais ' und Isabel Greenbergs Graphic Novel angeregt durch das Leben Jane Austens . Dlf widmet sich mit Marc Degens Roman über eine Comic-begeisterte Studenten-WG mit Vergnügen der "Verführung der Unschuldigen".  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Wesentliches dahermurmeln

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Es weihnachtet schon recht sehr, und da kommt manches Coffeetablebook gegen - zum Beispiel der tolle schwere Taschen-Band über Modeschmuck , oder der tolle schwere Taschen-Band über indigene Innovation , besprochen in taz und dlfkultur . Die FAZ begibt aich in Hinrich von Haarens Roman "Wildnis". Der Deutschlandfunk empfiehlt Andreas Pflügers Thriller "Kälter".  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Schönheit in der Sprache. Spaß in der Hölle

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Zeit und Dlf feiern László Krasznahorkais neuen Roman "Zsömle ist weg", der bei aller Apokalyptik auch das Glück nicht aus den Augen verliert. Dlf und Dlf Kultur empfehlen außerdem Hisham Matars neuen Roman "Meine Freunde" über den Studenten-Protest gegen die libysche Botschaft in London im Jahr 1984. Die NZZ begibt sich mit der Anthropologin Alpa Shah auf einen Nachtmarsch mit Indiens vergessenen Guerillas. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Heißes Chaos und kalte Ordnung

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Die Kritik zieht den Hut vor Laszlo Krasznahorkai : Bis zur letzten Seite gebannt ist die FR von seinem Roman "Zsömle ist weg" über einen geheimnisvollen ungarischen Thronfolger , die NZZ  beeindruckt, wie hier die Grenzbereiche zwischen Wahnsinn und Realität ausgelotet werden. Die FAZ erinnert sich mit einem von Christoph Kasten , Ansgar Martins und Inka Sauter herausgegebenen Band an die Buber-Rosenzweig-Debatte . Dlf lernt von Hito Steyerl in "Medium Hot", wie KI unseren Planeten zum Schwitzen bringt.  KAUFEN Sie bei Amazon

FOTOLOT: So gut wie unmögliche Privatheit

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Der Fotograf und Foto-Archäologe Arthur Bondar hat eine großartige Fotografin wiederentdeckt:  Olga Ignatovich . Sie fotografierte im Zweiten Weltkrieg, auch bei der Befreiung von Auschwitz. Aber ihre Fotos sind anders als die bekannten Zeugnisse. Noch hat das Archiv keinen festen Platz gefunden, muss Bondar es in Koffern und Schachteln von einem Ort zum anderen transportieren - glücklich die Stiftung oder Institution, die die Gelegenheit einmal beim Schopf packt, und sie ihrem Bestand einverleibt. Vorerst bleibt ein großartiges Buch. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Euch fehlt der Luxus

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Die FAZ streitet sich im neuen Roman von Nobelpreisträger László Krasznahorkai mit dem Helden Onkel Joszi um den ungarischen Thron . Mit Ryō Wada geht sie im "Land der Ninja" gegen Samurai kämpfen. Die NZZ attestiert John Banville in seinem neuen Venedig-Roman "Nabokovsche Sprachpracht". Und Dlf versucht mit Ann Esswein eine Sprache für Unaussprechliches zu finden. Und  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Im Schlaf noch ihr Gelächter

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Die FAZ verfolgt mit Sebastian Smee , Édouard Manet und Berthe Morisot die Geburt des Impressionismus. Außerdem schwelgt sie in den wunderbaren Künstlerbüchern von Per Kirkeby . Die FR lernt von Sy Montgomery , wie sauer Schildkröten werden, wenn sie die Wanne verlassen müssen. SZ und Welt halten mit Margaret Atwoods Memoiren die „wahrscheinlich schönste aller Schriftstellerautobiografien“ in den Händen. Zum neuen Standardwerk kürt die Welt außerdem Helmut Kiesels Band „Schreiben in finsteren Zeiten“ über die deutschsprachige Literatur zwischen 1933 und 1945. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Wie viel Glück Menschen aushalten

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Die FAZ blickt mit Usama Al Shahmanis Roman auf die Verflechtungen zwischen Nazideutschland und dem Irak. Mit Natascha Wodin hofft sie auf späte Liebe im hohen Alter. Die FR zieht sich mit Charles Ferdinand Ramuz in ein "Dorf im Himmel" zurück. Mit Beklemmung liest die NZZ in einem von Kateryna Mishchenko und Katharina Raabe herausgegebenen Band, dass der Krieg in der Ukraine so schonungslos ist wie nie zuvor. Der Dlf empfiehlt mit Alba de Cespedes ' bereits 1938 erschienenem Roman "Was vor uns liegt" ein radikales italienisches Gesellschaftsporträt. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Melange aus Hellem und Dämonischem

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Zum heutigen fünfzigsten Todestag empfehlen Zeit und FAZ eine ganze Reihe Bücher über Hannah Arendt , darunter Willi Winklers erfreulich klare Biografie und Winfried Kretschmanns persönliche Auseinandersetzung mit Arendt.   Der Dlf   freut sich über neue Erzählungen von Helga Schubert . Und der Dlf Kultur lauscht interessiert Joan Didions Therapie-Protokollen. Außerdem liest er bewegt Florence Schulmanns Annäherung an ihre Eltern, die den Holocaust überlebten.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Mit etwas vogelhaften Zügen

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Die FAZ bejubelt Rie Qudans Roman "Tokyo Sympathy Tower" als luzide Satire auf politische Korrektheit und ein Japan , das Harmonie zur Ideologie erhebt. Dlf verfällt mit Sacha Bourgeois-Gironde der hoffnungslosen Liebe zu einem Orang-Utan namens Mano. Mit Daniel Donskoys Roman "Brennen" begibt er sich derweil auf einen wilden Ritt zwischen schwuler Liebe , jüdischer Identität, Tel Aviv und Berlin. Die FR hat keine Angst vor einem sehr privaten Arno Schmidt , wenn sie durch dessen Tagebücher der Jahre 1957-62 blättert.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Das reine Gute

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Die FAZ entdeckt begeistert die Schriften des Komponisten Philip Herschkowitz , einem Vertreter der in der UdSSR unerwünschten Zwölftonlehre . Außerdem vertieft sie sich in Alexander Walthers Buch über "Die Shoah und die DDR". Die NZZ freut sich über federleichte autobiografische Prosa im neuen Memoir von Patti Smith . Die SZ geht eine stille, aber sehnsüchtige Affäre mit Dirk Gieselmanns Roman "Zeit ihres Lebens" ein. Die Welt freut sich tierisch über einen Sammelband mit Donald-Duck-Comics .  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Eine Nähe, die das Selfie nicht braucht

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Die FAZ lernt von der Sinologin Marina Rudyak im "Dialog mit dem Drachen" Interessantes über China . Die FR öffnet mit Victor Schefés Roman "Zwei, drei blaue Augen" eine DDR-Erinnerungswunderkiste . Auf Judith Ohlbaums Schriftsteller-Porträts kann sie Peter Handke barfuß betrachten - und lernt dabei einiges über Fotografie. Die SZ  lässt sich von Tim Schanetzky die Geschichte der politischen Bildung nach 1945 erzählen. Und die Welt begegnet bei Grit Straßenberger einer streitlustigen wie sensiblen Hannah Arendt.  KAUFEN Sie bei Amazon