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BÜCHERSCHAU DES TAGES: Zauberspruch gegen das Vergessen

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Die NZZ feiert mit  Dimitre Dinevs  "Zeit der Mutigen" einen "finster-farbenfrohen Karneval" der europäischen Geschichte . Die taz blickt mit Anatoli Kusnezows "Babyn Jar" in einen der finstersten Abgründe des Zwanzigsten Jahrhunderts. Die FAZ empfiehlt Olga Ravns Roman "Wachskind", der auf eindrückliche Weise die Lebensweisheit von Frauen-Gemeinschaften einfängt, die der Hexenverfolgung zum Opfer fielen. Dlf findet in Mirna Funks Roman "Balagan" eine leidenschaftliche Erkundung jüdischer Identitäten , aber auch viel Polemik.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Vergänglichkeitskünstler

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Die FAZ findet Kristina Ohlssons Kinderthriller "Flammenrad" auch für Erwachsene zum Gruseln . Die SZ bricht mit Monika Dittombee  die Tabus rund um die Kinder von Kriegsgefangenen , Zwangsarbeitern und alliierten Soldaten. Dlf schmökert in Tobias Schwartz ' Romanen über die niedersächsische Kleinstadt Emlichheim , wo die Traumata von Schlesien-Vertriebenen weiterleben . Dlf Kultur ist berührt, wenn die türkische Journalistin Ece Temelkuran in ihrem Buch "Nation of strangers" von (politischem) Heimatverlust erzählt.   KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Ein Kater namens Heidegger

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Die FR bewundert, wie sich der "Kosmopole" August Becker auch in seinen neuen Erzählungen mit Haut und Haaren seinen Sujets hingibt. Die FAZ empfiehlt Marie-Janine Calics Buch "Die Balkan-Odysee". Die taz jubelt über Viktor Martinowitschs "Das Gute siegt", einen großen Roman über Belarus nach der gescheiterten Revolution . Die Welt erfährt von David Hugendick , wie ihm das Stottern eine andere Weltsicht verschafft hat. Dlf schmökert in den geschliffenen Feuilleton-Texten von Adelheid Duvanel . KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Erwartet uns das nicht alle?

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Die FAZ begibt sich mit Niklas Bender auf die Spuren Sauls in der europäischen Literaturgeschichte. Außerdem staunt sie, wie einfühlsam sich die junge Autorin Lisa Ridzen dem Thema Alter nähert. Vergnügt sucht die FR mit Cesar Aira nach einem seltenen Hasen. Die taz füllt Wissenslücken über die Geschichte der Ukraine mit einem Comic-Band von Mariam Naiem . Und Dlf Kultur denkt mit Dagmar Herzog über den faschistischen Körper nach. KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Lust am Widerspruch

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Die Zeit liest die von Gabriele Leupold meisterhaft übersetzten Erzählungen Andrej Platonows . Die SZ amüsiert sich prächtig, wenn Stefan Hertmans Gott und Teufel in einem Kunststudenten aufeinandertreffen lässt. Die taz bewundert, wie sich Jegana Dschabbarowa Körper und Sprache zurückerobert. Erschüttert liest die NZZ bei Son Lewandowski von Missbrauch im Leistungssport. Vorbildlich findet die FAZ , wie Klaus Rennert hinter die Kulissen der deutschen Justiz blickt.  KAUFEN Sie bei Amazon

BÜCHERSCHAU DES TAGES: Der Klang des Kinyarwanda

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Die FAZ verkündet mit Scholastique Mukasonga im Ruanda der Dreißiger Jahre eine radikal weibliche Heilsvision . Die FR verfolgt gebannt, wie Mick Herrons neuer Krimi vom Nachbarschaftsdrama in eine düstere Geschichte über den Irakkrieg, Geheimdienst und Militär kippt. Die NZZ lernt Sigmund Freud in den Briefen, die er an seine Verlobte Martha Bernays schrieb, als eifersüchtigen Patriarchen kennen.   Dlf Kultur bescheinigt Pierre Michons Prosa in "Wintermythologien" eine unvergleichliche Wucht .  KAUFEN Sie bei Amazon

WO WIR NICHT SIND: Bekenntnis zur unbedingten Erinnerung

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Anatoli Kusnezows "Babyn Jar" ist vieles auf einmal: Roman, Dokument eines der grausamsten Judenmorde der Nazis im Zweiten Weltkrieg, aber auch eine Geschichte der Zensur . Denn der Roman durfte in der Sowjetunion nur bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt erscheinen. Kusnezow macht dies typografisch kenntlich. Vor allem ist der Roman jedoch Zeugnis der Naziherrschaft in der Ukraine, erzählt aus der Perspektive eines 12 - Jährigen , der nie den Blick senkt. KAUFEN Sie bei Amazon